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Die dreiteilige Installation im
ehemaligen Schwesternwohnheim gibt
in ihrem akustischen Teil auf Schallplatten (Duplates)
meinen
Herzschlag wieder.
In der unteren Ebene (Raum 107)
mit halbierter Frequenz, in der
mittleren (Raum 507) mit normalem Puls und in
der oberen
(Raum 607) mit verdoppelter Taktzahl; der Herzschlag
steigt also
mit der architektonischen Höhenentwicklung.
Das heißt, die
Räumevermitteln auf diese Weise zunehmende
Erregungszustände, die im visuellen Teil
mit zunehmend intensiver
Rottönung der Raumbeleuchtung korrespondieren.
In den Zimmern nehmen zudem die
Möbel an dieser psychischen
Aufladung teil: sie beginnen zu schweben und dienen
zugleich als
Lampenschirme, so dass die Bodenzone und nicht
der obere Teil
des Raumes ausgeleuchtet wird.
Das Publikum wird aufgefordert,
die Plattenspieler selbst zu
betätigen. Jede Platte hat eine Spieldauer
von 20 Minuten und kann
als Duplate nur begrenzt abgespielt werden, da
die Klangqualität
schnell abnimmt.
Die Endlichkeit der Aufführung
verweist auf die Endlichkeit des
Lebens, für das der Herzschlag das angemessenste
und
lebendigste Zeichen ist.
Ursula Neugebauer
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